Dein perfekter Vortrag – Teil 2: Präsentation

Lesedauer: 6 Minuten

Vortrag halten: das kann Angst machen!
Die Vorstellung von der Präsentation des Vortrags kann einem Angst machen.

ARBEITSMETHODEN Wie die Präsentation deines Vortrags bei den Zuhörern ankommt, hängt nicht nur vom Inhalt deiner Ausarbeitungen ab. Tatsächlich spielen Stimme und Körpersprache eine weitaus wichtigere Rolle. Hier erfährst du, wie du deinen Vortrag optimal präsentieren kannst.

Nach 5 Stunden Ausarbeitung sitzt du vor einem Stapel aus Aufzeichnungen. Dein Vortrag ist perfekt vorbereitet. Doch trotzdem hast du Angst vor der Präsentation. Denn du weißt: wenn du dein Wissen nicht angemessen präsentierst, war die Vorbereitung für die Katz‘.

Bewertet wird schließlich nur das, was du vorträgst und nicht das, was auf deinen Stichpunktkarten oder in deinem Kopf steht. Damit dies nicht passiert, habe ich hier Tipps und Tricks für das perfekte Halten von Vorträgen zusammengestellt.

Wichtig: Ohne die richtige Vorbereitung wird das Halten eines Vortrags sehr viel schwerer.

Vor dem Vortrag

Auch hier gilt wie am Anfang der Vorbereitung: Werde dir über dein Ziel bewusst! Ist es nur die gute Note oder willst du deine Zuhörer zu etwas bewegen? Hast du an einen spannenden Einstieg gedacht? Mit diesen Gedanken im Hinterkopf sprichst du deinen Vortrag mehrmals durch. Einmal mit und einmal ohne das Einbinden von Anschauungsmaterialen. Im Idealfall kennst du deine Stichpunkte und die jeweiligen Bewegungsabläufe dann so gut wie auswendig. Beschäftige dich auch noch einmal mit der Technik deines Vortrags, wenn du mit Beamer usw. arbeiten möchtest oder suche dir jemanden aus den Zuhörern, der dir im Notfall hilft.

Während des Vortrags

Wusstest du, dass der Inhalt deines Vortrags nur 10% der gesamten Wirkung ausmacht? Natürlich spielt es besonders für den Lehrer eine große Rolle, was du da sagst. Schließlich will er sehen, inwieweit du dich mit dem Thema auseinandergesetzt hast. Mal ganz abgesehen davon, dass die Schüler natürlich etwas aus deiner Präsentation mitnehmen sollen. Doch wir wissen ja alle selbst, dass man als Zuhörer besonders bei schwierigen Inhalten schnell dazu neigt abzuschalten.

Um das zu vermeiden, musst du wissen, wie du deine Stimme richtig einsetzten kannst. Diese macht nämlich 40% der Wirkung aus. Mal ehrlich: Wer will schon einen Vortrag hören, der eintönig und langweilig vorgetragen wird? Da kann das Anschauungsmaterial noch so gut sein. Spiele mit deiner Betonung. Natürlich nicht übertrieben, du willst ja kein Theaterstück aufführen. Stell dir vor, du würdest einem guten Freund etwas Interessantes berichten: Sprich laut und selbstbewusst, nicht zu langsam und nicht zu schnell.

Auch wenn du aufgeregt bist und zunächst etwas stotterst, mach dir nichts draus. Das passiert jedem und wird sich nach ein bis zwei Minuten auch von alleine geben. Versuche trotzdem, häufige „Ähm…“, „Also…“ usw. zu vermeide. Schlucke sie runter und mache stattdessen eine Pause, um einmal durchzuatmen. Kurz: wenn du locker und freundlich sprichst, kann eigentlich gar nichts mehr schiefgehen. Gleiches gilt für den wichtigsten Punkt deiner Vortragsweise: deine Körpersprache mit 50% der gesamten Wirkung. Wirkst du unsicher, sieht es so aus, als hättest du dich nicht gut vorbereitet.

Doch das wird dir nicht passieren, denn mit einer perfekten Vorbereitung hast du nichts, wovor du dich fürchten musst. Strahle diese Sicherheit und Ruhe aus, indem du gerade, aber nicht stocksteif dastehst. Versuche, nicht zu zappeln, denn das macht nicht nur deine Zuhörer, sondern auch dich selbst nervös. Stelle so viel Augenkontakt wie möglich her, um sicherzugehen, dass deine Zuhörer wirklich bei dir bleiben. Wichtig ist auch, dass du ein gewisses Maß an Freude am Thema, aber auch am Vortrag an sich ausstrahlst (natürlich zum Thema passend und nie übertrieben). Zumal: so ein bisschen Humor hat nicht selten über die ein oder andere Panne hinweggeholfen.

Nach dem Vortrag

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Nach einem im Gedächtnis bleibenden Ausstieg (nicht bloß „Ich bin fertig“ oder „Danke für eure Aufmerksamkeit“!) folgt noch ein meist unangenehmer Teil: das Fragen stellen. Doch keine Panik auf der Titanic. Schließlich hast du dich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Wenn doch mal eine komische Frage kommt, versuche dein ganzes Wissen zusammenzukramen und nach einem Stichwort zu suchen, das du vielleicht bei deiner Recherche einmal gelesen hast. Bevor du aber anfängst, rumzudrucksen oder einfach Blödsinn zu erzählen, gib lieber zu, dass du dich „mit diesem Themengebiet nicht so genau auseinandergesetzt“ oder „darauf nicht so viel Fokus gelegt“ hast.

Wird dein Vortrag schließlich ausgewertet, kannst du dich erst einmal entspannen. Sei stolz auf das, was du geschafft hast, nimm dir aber auch die Kritik zu Herzen und reflektiere dich selbst. Nur so kannst du es beim nächsten Mal (noch) besser machen.

Zusammenfassung

Damit du eine Orientierung bekommst, was die wichtigsten Kriterien für die Bewertung eines Vortrags  – für Vorbereitung und Präsentation – sind, habe ich dir folgenden Bewertungsbogen zusammengestellt:

KriteriumZu erreichende PunkteErreichte Punkte
Inhalt  
Redezeit eingehalten  
Fachliches Niveau („Durchblick“)  
Sachliche Richtigkeit  
Interessanter Ein- und Ausstieg  
Gliederung, roter Faden  
Leitsätze, Hauptaussagen  
Sicherung des Gesagten  
Präsentation  
Sprechweise, Lautstärke  
Sprachtempo, Pausen  
Fachsprache, Wortwahl, Verständlichkeit  
Freie Rede, Blickkontakt  
Haltung, Ausstrahlung  
Interaktion  
Medien/Anschauungsmaterial eingesetzt  
Einbinden von Schülern  
Gruppenvorträge: Aufteilung der Sprechteile, Interaktion in der Gruppe  
Sonstiges  

Wie du deiner Präsentation jetzt wirklich noch die Krone aufsetzen kannst, findest du hier.

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