Auf den Lerntyp, fertig, los – 4 Wege, einfach und effektiv lernen

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LERNHACKS Um zu lernen, nehmen wir Informationen über unsere Sinnesorgane auf. Bei den meisten Menschen ist einer dieser Sinne für das Lernen besonders wichtig. Dieser bestimmt dann den Lerntyp, dem du zugeordnet werden kannst. Seinen eigenen Lerntypen zu kennen, ist extrem wichtig für effizientes Lernen. Wenn du weißt, wie du dir Dinge am besten einprägst, sparst du nicht nur Zeit, sondern kannst dir die Informationen auch länger merken.

Dass es so etwas wie Lerntypen gibt, habe ich nur durch Zufall herausgefunden und mich dann auch sogleich darangemacht, meinen Lerntyp herauszufinden. Dies war gar nicht so einfach, weil Lerntypen sich oft überlappen. Damit du deinen Lerntyp trotzdem möglichst schnell erkennst, habe ich im Folgenden eine Übersicht über die vier wichtigsten Typen zusammengestellt. Lies weiter uns starte in den Prüfungen richtig durch.

1. Auditiver Lerntyp

Ohr für auditiven Lerntyp

So bist du. Du kannst den Text des neusten Hits vor allen anderen auswendig? Auch Gedichte zu lernen fällt dir nicht schwer? Dann bist du definitiv der auditive Lerner. Oft sagst du Lernstoff laut vor dich her oder bewegst beim Lernen die Lippen. Du besitzt eine gute Auffassungsgabe und kannst aufmerksam zuhören, mit reinem Frontalunterricht kommst du gut klar. Gehörte Dinge zu kombinieren, fällt dir nicht schwer.

So lernst du am besten. Alles, was du hörst, kannst du dir gut merken. Sprich dir Lerntexte laut vor oder nimm sie mit dem Handy auf, um sie dann so oft es geht anhören zu können. Wenn dir schriftliche Aufgaben schwerfallen, solltest du sie wie in einem Vortrag zunächst mündlich aufsagen, bevor du sie niederschreibst. Lass dir schwierige Zusammenhänge noch einmal von anderen erklären oder versuche mit ihnen zu diskutieren – so bleiben sie besser hängen. Mit Musik im Hintergrund solltest du vorsichtig sein. Instrumentale Hintergrundmusik kann dich durchaus motivieren und beim Lernen beflügeln, doch du wirst auch umso schneller ablenkt. Passe auch im Unterricht gut auf, denn so kannst du mehr als die meisten Schüler bereits aus den Stunden mitnehmen.

2. Visueller Lerntyp

Augen für visuellen Lerntyp

So bist du. Du verlässt dich hauptsächlich auf deine Augen. Unordnung im Hefter hat dich schon immer gestört. Überschriften hebst du gerne farbig hervor. Du magst Skizzen und Mindmaps und schreibst im Unterricht oftmals mit. Du weißt genau, was in deinen Aufzeichnungen wo steht und kannst dich gut an Details erinnern. In Memorys bist du unschlagbar.

So lernst du am besten. Für dich muss das Gelernte immer ordentlich aufbereitet sein, ein unaufgeräumter Schreibtisch lenkt dich ebenso ab wie Gekritzel im Hefter. Je besser du im Unterricht mitschreibst, umso leichter wird es dir später fallen, das Gehörte zu lernen. Optimale Lernerfolge erzielst du, wenn du alle Unterrichtsnotizen zuhause nochmals in eigenen Worten und möglichst kurz aufschreibst. Versuche, so viel wie möglich deines Lernstoffes in kleinen Bildern, Skizzen oder Übersichten zu notieren. Je nachdem, wie du es lieber magst, kannst du dir kleine Stichpunktkarten oder große, übersichtliche Poster gestalten. Das macht nicht nur Spaß, sondern ersetzt für dich auch einen Teil des eigentlichen Lernens. Auch Lernvideos können für dich sehr sinnvoll sein.

3. Motorischer Lerntyp

Hand für motorischen Lerntyp

So bist du. „Learning by doing” ist dein Lebensmotto. Du bist ein aktiver Lerner und liebst Experimente. Lernen muss bei dir mit Tätigkeiten oder Bewegungen verbunden sein, langes Stillsitzen liegt dir nicht. Gerne benutzt du ausgeprägte Gestik beim Sprechen oder nutzt deine Finger zum Rechnen. Du bist impulsiv, lässt dich von deinen Gefühlen leiten und würdest am liebsten alles Gelernte gleich ausprobieren.

So lernst du am besten. Dir hilft es, gelernte Inhalte praktisch umzusetzen. Wo es möglich ist, solltest du also auch zuhause experimentieren, Gegenstände nachbauen oder mit deinem Körper pantomimisch darstellen. Um deinem Bewegungsdrang nachzukommen, kannst du in einer Hängematte schaukelnd lernen oder gerne auch im Raum auf und ab laufen.

4. Kommunikativer Lerntyp

Sprechblase für kommunikativen Lerntyp

So bist du. Du liebst es zu diskutieren, bist bei Vorträgen nicht schüchtern, kannst aber auch gut zuhören. Deine Gedanken tauschst du gern mit anderen Schülern aus und bist deswegen auch in der Mitarbeit sehr aktiv. Fragen stellst du geradeheraus, etwa, wenn dir ein Glaubenssatz nicht gefällt. Du gehst allgemein offen auf andere Menschen zu und engagierst dich in Umwelt oder Politik.

So lernst du am besten. Folge deinem Bedürfnis, dich mit anderen auszutauschen. Denn über die mündliche Formulierung von Erklärungen und Ideen kannst du am besten lernen. Tue dich mit deinen Freunden in einer Art „Lerngruppe“ zusammen und diskutiert über die Lerninhalte. Versucht euch gegenseitig Fragen zu stellen oder einander mit Wissen zu überbieten. Interessant kann es hier auch sein, im Gespräch die eigentlich gegenteilige Position einzunehmen und zu versuchen, aus dieser Sichtweise zu argumentieren. Ein Quiz macht nicht nur Spaß, sondern ist für dich auch ein guter Weg, dir Wissen einzuprägen.

5. Gemischter Typ

Keine Sorge, wenn du nicht hundertprozentig in einem der vier Lerntypen wiederfindest. Tatsächlich sind die meisten Menschen Mischtypen. Ich zum Beispiel lerne am besten mit einem Mix aus visuellen und auditiven Elementen, aber auch ich laufe oftmals beim Lernen durch den Raum oder diskutiere mit Freunden über Lerninhalte.

Außerdem gibt es noch den personenorientierten (welcher in hohem Maß auf die jeweilige Lehrkraft angewiesen ist) und den medienorientierten Lerntyp (der schon von früh auf mit technischen Medien gut und gerne umgehen konnte) und viele mehr.

Letztendlich schlüsselt das Modell der Lerntypen also nur einige Ideen auf, die dir das Lernen erleichtern können. Vielleicht lernst du in Fächern wie Biologie und Chemie lieber visuell und in solchen wie Geschichte oder Ethik lieber kommunikativ. Das ist vollkommen okay. Du für dich musst entscheiden, welche Methoden für dich am effektivsten sind.

Nachlesen kannst du das Ganze erneut hier. Und wenn du damit fertig bist, könntest du dein neu gewonnenes Wissen gleich am Fach Mathe anwenden

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