Motivationsprobleme – FERIENEDITION

Lesedauer: 7 Minuten

Motivation ...

LERNHACKS Selten haben wir so viel Zeit für uns wie in den Sommerferien. Doch gerade dann ist die Motivation, etwas zu tun, oft am absoluten Minimum angelangt. Nur, wer sich überwinden kann, endlich mit einem eigenen Projekt anzufangen, wird merken, wie glücklich es im Nachhinein macht, etwas (Schönes) geschafft zu haben.

Diese Ferien hast du dir vorgenommen, nicht nur auf dem Bett zu sitzen und Videos zu gucken. Stattdessen hast du dir deinen eigenen Ferienplan geschrieben. Du hast beschlossen, dein eigenes Projekt starten und ein Buch schreiben. Doch wo ist nur deine Motivation geblieben?

Motivierter Start in den Tag

Kaum etwas ist so wichtig für Motivation wie ein guter Start in den Tag. Wir kennen das ja alle: Ferien, ausschlafen, nicht aus dem Bett kommen – eine ganz offensichtlich schlechte Methode, um sich für irgendetwas aufzurappeln. Stattdessen: Entwickle eine eigene Morgenroutine. Das ist produktiver als im Bett noch 10 Minuten herumzulungern und zu überlegen, ob du jetzt zuerst Sport machen oder frühstücken sollst. Denn ist erst einmal etwas Schwung in deinem Tag, kannst du diesen gleich für dein Projekt nutzen.

Von einem Tagesablaufplan nicht abschrecken lassen

Ein gewisser Tagesablaufplan kann auch sehr hilfreich sein. Das ist so wie feste Arbeitszeiten. Zeiten, in denen du keine Ausreden hast, jetzt etwas anderes als dein Projekt zu bearbeiten. Feste Pausen sind selbstverständlich ebenfalls ein Muss. Falls dir das zu anstrengend ist, kannst du ja mal deine Eltern fragen, wie sie ihre Homeoffice-Zeiten während des Corona-Lockdowns gemeistert haben. Bestimmt haben sie sich nicht einfach irgendwann, wenn sie mal Lust hatten, vor den Computer gesetzt und willkürlich Pausen gemacht. Letztendlich ist Arbeit ohne feste Struktur nämlich anstrengender als Arbeit mit Struktur. Denn so spannend es auch sein kann, sich von sinnlosen Sprachnachrichten auf WhatsApp ablenken zu lassen, so nervig kann es mit der Zeit werden.

Damit du so einen ungefähren Überblick hast, was ich dir hier überhaupt übermitteln möchte, habe ich dir einen Halbtagsplan, dem ich folgen würde, beispielhaft zusammengestellt:

  1. 8:00 Uhr: Aufwachen und lesen
  2. 8:15 Uhr: Aufstehen und Frühstück
  3. 8:25 Uhr: EIN Motivationsvideo auf YouTube
  4. 8:30 Uhr: Arbeitsblock 1
  5. 10:00 Uhr: 10 min Pause
  6. 10:10 Uhr: Arbeitsblock 2
  7. 11:40 Uhr: Mittag vorbereiten/Mittagspause
  8. 13:00 Uhr: Arbeitsblock 3
  9. ab 14:30 Uhr: individuelle Nachmittags- und Feriengestaltung 🙂
Motivation draußen
An Nachmittagen findet man mich meistens draußen.

Anmerkung für Langschläfer:

Die geborenen Langschläfer, die sich mit diesem Plan nicht identifizieren können, müssen jetzt nicht jeden Morgen 8 Uhr aufstehen. Jeder sollte seinen eigenen Arbeitsrhythmus finden und daraufhin auch seinen eigenen Tagesablauf entwickeln. Mancher ist zum Beispiel abends produktiver. Nun gut. Dann arbeitet man eben abends. Wichtig sind wie gesagt nur die Arbeitsstruktur und – nicht zu vergessen – ein gesunder Schlafrhythmus.

Die Methode der Selbst-Erpressung

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Achtung: Diese Methode funktioniert nur mit einem festen Ziel im Hinterkopf und dem eigens gesetzten Grundsatz, seine Versprechungen sich selbst gegenüber zu halten.

Alle, welche das vorige Achtung! nicht abgeschreckt hat, können sich an der Selbst-Erpressung versuchen. Eine Methode, die ich für mich als absolute Hilfe zur Selbstdisziplin – und zur Einhaltung meines Tagesplans – gefunden habe. Das Prinzip ist nichts weiter als: Wenn ich mich jetzt nicht vom Serien schauen (also dem, das dich ablenkt) losreißen kann, fällt es für die nächsten zwei Tage ins Wasser. Wenn ich jetzt aber endlich mit dem ersten Kapitel anfange, ist vielleicht noch vor dem Mittag eine weitere Folge meiner Lieblingsserie drin.

Das klingt auf den ersten Blick alles andere als motivierend, ich weiß. Und schließlich hindert dich niemand daran, die Abmachung, die du mit dir selbst gemacht hast, wieder zu brechen. Es liegt alles in der Hand deines Willens, dir selbst zu beweisen, dass du hier etwas Größeres schaffen kannst, nämlich dein ganz eigenes Buch. Das läuft dann, poetisch ausgedrückt, auf einen sich mit der Zeit immer weiter steigenden Wettkampf hinaus: Wie oft kannst du deinen inneren Schweinehund besiegen und wie weit kannst du letztendlich über dich selbst herauswachsen? Zugegeben: diese Art der Motivation braucht schon eine gewisse Grundmotivation, doch der sich steigernde Effekt am Ende wird dich überraschen.

Das Ziel dieser Hinweise

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Wer langfristig seine Motivation halten will, sollte zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation unterscheiden können. Extrinsische Motivation (von außen) sollte dabei nur der Weg zum Ziel und nicht das Ziel selbst sein. Natürlich können Anerkennung, Belohnungen usw. dich wirklich in deinem Schaffensprozess weiterbringen, doch letztendlich muss die Motivation für dein Projekt von dir selbst (intrinsisch) kommen. Erinnere dich, was dich zu diesem Projekt gebracht hat. Interesse? Neugier? Einfach etwas Eigenes zu schaffen? Was möchtest du damit erreichen?

Weitere Tipps

  1. Schlaf, Essen, Trinken usw. liefern dir die nötige Energie.
  2. Pausen sind essenziell für Produktivität und Motivation. Setze dir feste Zeiten und versuche deine Augen zu entlasten, etwa durch Sport oder einen kurzen Spaziergang.
  3. Belohnungen sollten nicht der Grund für deine Arbeit sein, doch es ist eine unheimliche Motivation, auch kleine Fortschritte zu würdigen.
  4. Stehe selbstbewusst zu deinem Projekt. Übernimm Verantwortung für das, was du erreichen willst und sprich es laut aus.
  5. Und letztendlich: Hab Spaß!

Tipp: Motivation während der Schulzeit findest du hier. Vor Schulbeginn solltest du die Zeit aber nutzen, um noch einmal einen Endspurt in der Vorbereitung für das neue Schuljahr hinzulegen.

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