Auf die Lernroutine, fertig, los! – Die ultimativen Tipps 2021, um einfach und effektiv zu lernen

Lesedauer: 5 Minuten

Lernroutine: Kalender
Schon alle Klausuren in deinen Kalender eingetragen?

LERNHACKS Der Weg zum Traum-Abi ist anstrengend und lernintensiv – etwas Anderes hat niemand behauptet. Immer erst zwei Tage vor der Prüfung zu lernen, hat noch keinen sonderlich weitergebracht. Stattdessen solltest du deine eigene, auf dich abgestimmte Lernroutine entwickeln und sie kontinuierlich durchziehen. So lernst du möglichst effektiv, zeit- und stresssparend.

Einen Schritt von einer Auf-den-letzten-Drücker-Lernstrategie (die man eigentlich gar nicht als solche bezeichnen kann) zur nachhaltigen, individualisierten Lernroutine zu schaffen, erfordert eine Menge an Disziplin. „Kontinuierlichkeit“ heißt das Zauberwort. Klingt anstrengend, doch du wirst diesen Schritt nicht bereuen, da er sich nicht nur auf deine Schulzeit, sondern auch auf dein weiteres Leben extrem positiv auswirkt. Das glaubst du nicht? Probiere es aus und schau, was passiert.          

Kontinuierlichkeit

Lifelong Learning | A word cloud featuring "Lifelong Learnin… | Flickr

Eine kontinuierliche Lernroutine hat nichts mit dem stundenlangen Lernen zu tun, das du dir vielleicht darunter vorstellst. Es ist vielmehr ein langfristiger Lernplan, der auf kleinen Schritten zu einem großen Ziel führt. Das heißt so viel wie: Jeden Tag ein paar Minuten für ein bestimmtes Fach lernen, dann das Buch weglegen und das Leben genießen.

Wer diese paar Lernminuten gewissenhaft durchzieht, wird auf lange Sicht einen uneinholbaren Lernvorsprung erreichen. Das glaubst du nicht? Ein Beispiel: Nehmen wir an, du lernst 10 Extraminuten am Tag und das 6 Tage die Woche, dann sind das in einer Woche 60 Minuten, in einem Monat 250 Minuten und in einem halben Jahr 1500 Minuten. In dieser Zeit kannst du gar nicht anders, als besser in der Schule zu werden.

Umsetzung in der Realität

Zugegeben, dieser Plan ist ambitioniert. Machbar ist er aber allemal. Schließlich sind 10 Minuten am Tag nicht die Welt. Umso individueller dein Plan dabei ist, umso besser. Nur du weißt letztendlich, wie und wie lange du am besten lernst. So kannst du eine Woche lang nur Mathe lernen, du kannst dich aber auch mit den Fächern abwechseln. Du kannst statt der 6 Tage nur 4 Tage die Woche lernen, dafür aber 20 Minuten. Viele Schüler nutzen gern das Wochenende, um mehr zu lernen, weil sie unter der Woche auch mal eine Auszeit brauchen. Andere machen es genau andersherum. Das musst du mit dir selbst ausmachen.  

An manchen Tagen geht einfach nichts mehr in den Kopf. Höre auf deinen Körper und setze einmal mit Lernen aus. Sammle dich und gehe umso motivierter in den nächsten Tag. Dies darf jedoch nicht in Regelmäßigkeit bzw. Nachlässigkeit enden, sonst hat dein Lernplan sein Ziel verfehlt und die nachhaltige Wirkung geht verloren.

Aber: Du solltest dir nichts aufzwingen, was du später nur halbherzig verfolgst. Wenn du eine Lernroutine nur aufstellst, um dein schlechtes Gewissen zu beruhigen, aber kein festes Ziel im Hinterkopf hast, bringt dir das rein gar nichts. Du musst hinter deinem Plan stehen.

Das Konzept der verschiedenen Lerntypen

Um zu lernen, nehmen wir Informationen über unsere Sinnesorgane auf. Bei den meisten Menschen ist einer dieser Sinne für das Lernen besonders wichtig. Dieser bestimmt dann den Lerntyp, dem du zugeordnet werden kannst. Seinen eigenen Lerntypen zu kennen, ist extrem wichtig für effizientes Lernen. Wenn du weißt, wie du dir Dinge am besten einprägst, sparst du nicht nur Zeit, sondern kannst dir die Informationen auch länger merken.

Dass es so etwas wie Lerntypen gibt, habe ich nur durch Zufall herausgefunden und mich dann auch sogleich darangemacht, meinen Lerntyp herauszufinden. Dies war gar nicht so einfach, weil Lerntypen sich oft überlappen. Damit du deinen Lerntyp trotzdem möglichst schnell erkennst, habe ich im Folgenden eine Übersicht über die vier wichtigsten Typen zusammengestellt. Lies weiter uns starte in den Prüfungen richtig durch.

1. Auditiver Lerntyp

Ohr für auditiven Lerntyp

So bist du. Du kannst den Text des neusten Hits vor allen anderen auswendig? Auch Gedichte zu lernen fällt dir nicht schwer? Dann bist du definitiv der auditive Lerner. Oft sagst du Lernstoff laut vor dich her oder bewegst beim Lernen die Lippen. Du besitzt eine gute Auffassungsgabe und kannst aufmerksam zuhören, mit reinem Frontalunterricht kommst du gut klar. Gehörte Dinge zu kombinieren, fällt dir nicht schwer.

So lernst du am besten. Alles, was du hörst, kannst du dir gut merken. Sprich dir Lerntexte laut vor oder nimm sie mit dem Handy auf, um sie dann so oft es geht anhören zu können. Wenn dir schriftliche Aufgaben schwerfallen, solltest du sie wie in einem Vortrag zunächst mündlich aufsagen, bevor du sie niederschreibst. Lass dir schwierige Zusammenhänge noch einmal von anderen erklären oder versuche mit ihnen zu diskutieren – so bleiben sie besser hängen. Mit Musik im Hintergrund solltest du vorsichtig sein. Instrumentale Hintergrundmusik kann dich durchaus motivieren und beim Lernen beflügeln, doch du wirst auch umso schneller ablenkt. Passe auch im Unterricht gut auf, denn so kannst du mehr als die meisten Schüler bereits aus den Stunden mitnehmen.

2. Visueller Lerntyp

Augen für visuellen Lerntyp

So bist du. Du verlässt dich hauptsächlich auf deine Augen. Unordnung im Hefter hat dich schon immer gestört. Überschriften hebst du gerne farbig hervor. Du magst Skizzen und Mindmaps und schreibst im Unterricht oftmals mit. Du weißt genau, was in deinen Aufzeichnungen wo steht und kannst dich gut an Details erinnern. In Memorys bist du unschlagbar.

So lernst du am besten. Für dich muss das Gelernte immer ordentlich aufbereitet sein, ein unaufgeräumter Schreibtisch lenkt dich ebenso ab wie Gekritzel im Hefter. Je besser du im Unterricht mitschreibst, umso leichter wird es dir später fallen, das Gehörte zu lernen. Optimale Lernerfolge erzielst du, wenn du alle Unterrichtsnotizen zuhause nochmals in eigenen Worten und möglichst kurz aufschreibst. Versuche, so viel wie möglich deines Lernstoffes in kleinen Bildern, Skizzen oder Übersichten zu notieren. Je nachdem, wie du es lieber magst, kannst du dir kleine Stichpunktkarten oder große, übersichtliche Poster gestalten. Das macht nicht nur Spaß, sondern ersetzt für dich auch einen Teil des eigentlichen Lernens. Auch Lernvideos können für dich sehr sinnvoll sein.

3. Motorischer Lerntyp

Hand für motorischen Lerntyp

So bist du. „Learning by doing” ist dein Lebensmotto. Du bist ein aktiver Lerner und liebst Experimente. Lernen muss bei dir mit Tätigkeiten oder Bewegungen verbunden sein, langes Stillsitzen liegt dir nicht. Gerne benutzt du ausgeprägte Gestik beim Sprechen oder nutzt deine Finger zum Rechnen. Du bist impulsiv, lässt dich von deinen Gefühlen leiten und würdest am liebsten alles Gelernte gleich ausprobieren.

So lernst du am besten. Dir hilft es, gelernte Inhalte praktisch umzusetzen. Wo es möglich ist, solltest du also auch zuhause experimentieren, Gegenstände nachbauen oder mit deinem Körper pantomimisch darstellen. Um deinem Bewegungsdrang nachzukommen, kannst du in einer Hängematte schaukelnd lernen oder gerne auch im Raum auf und ab laufen.

4. Kommunikativer Lerntyp

Sprechblase für kommunikativen Lerntyp

So bist du. Du liebst es zu diskutieren, bist bei Vorträgen nicht schüchtern, kannst aber auch gut zuhören. Deine Gedanken tauschst du gern mit anderen Schülern aus und bist deswegen auch in der Mitarbeit sehr aktiv. Fragen stellst du geradeheraus, etwa, wenn dir ein Glaubenssatz nicht gefällt. Du gehst allgemein offen auf andere Menschen zu und engagierst dich in Umwelt oder Politik.

So lernst du am besten. Folge deinem Bedürfnis, dich mit anderen auszutauschen. Denn über die mündliche Formulierung von Erklärungen und Ideen kannst du am besten lernen. Tue dich mit deinen Freunden in einer Art „Lerngruppe“ zusammen und diskutiert über die Lerninhalte. Versucht euch gegenseitig Fragen zu stellen oder einander mit Wissen zu überbieten. Interessant kann es hier auch sein, im Gespräch die eigentlich gegenteilige Position einzunehmen und zu versuchen, aus dieser Sichtweise zu argumentieren. Ein Quiz macht nicht nur Spaß, sondern ist für dich auch ein guter Weg, dir Wissen einzuprägen.

5. Gemischter Typ

Keine Sorge, wenn du nicht hundertprozentig in einem der vier Lerntypen wiederfindest. Tatsächlich sind die meisten Menschen Mischtypen. Ich zum Beispiel lerne am besten mit einem Mix aus visuellen und auditiven Elementen, aber auch ich laufe oftmals beim Lernen durch den Raum oder diskutiere mit Freunden über Lerninhalte.

Außerdem gibt es noch den personenorientierten (welcher in hohem Maß auf die jeweilige Lehrkraft angewiesen ist) und den medienorientierten Lerntyp (der schon von früh auf mit technischen Medien gut und gerne umgehen konnte) und viele mehr.

Letztendlich schlüsselt das Modell der Lerntypen also nur einige Ideen auf, die dir das Lernen erleichtern können. Vielleicht lernst du in Fächern wie Biologie und Chemie lieber visuell und in solchen wie Geschichte oder Ethik lieber kommunikativ. Das ist vollkommen okay. Du für dich musst entscheiden, welche Methoden für dich am effektivsten sind.

Etwas Motivation für deine Lernroutine …

Wer jetzt noch etwas Motivation braucht, um anzufangen (und wir wissen ja: aller Anfang ist das Schwerste), dem habe ich hier ein paar Vorteile der kontinuierlichen Lernroutine aufgezählt:

Lernroutine
  1. Kein Stress vor Klausuren. Da du das Meiste schon in den Wochen davor gelernt hast, musst du dein Wissen nur noch einmal auffrischen.
  2. Sicheres Gefühl in Arbeiten. Wer das Wissen besser beherrscht, kann ruhiger in Prüfungssituationen gehen. Das wirkt sich positiv auf deine Leistungen aus.
  3. Bessere mündliche Mitarbeit. Da du den Stoff leichter verstehst oder sogar schon vorgearbeitet hast, kannst du dich leichter im Unterricht beteiligen, was sich wiederum in noch besseren Noten wiederschlägt.
  4. Mehr Freizeit. Klingt widersprüchlich, doch da du nur eine begrenzte, geplante Lernzeit hast, bleibt auch noch Zeit für Hobbys, was dich ablenken und erfolgreicher in der Schule machen kann.
  5. Selbstverständliche Routine. Wer den Lernplan diszipliniert durchzieht, wird das tägliche Lernen irgendwann gar nicht mehr bewusst und somit auch nicht mehr als nervig wahrnehmen.              

Worauf wartest du? Starte jetzt: #neuesschuljahr
Einen persönlichen Bericht über eine eigene Lernroutinen findest du auf jugendkompass-dinsjaken.de.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Blog Datenschutzbedingungen Text neben der Checkbox zur Zustimmung der Datenschutzbedingungen:

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.