Deine mündliche Prüfung – Die 18 besten Tipps für optimales Bestehen

Lesedauer: 4 Minuten

Mündliche Prüfung, ich komme!
Mündliche Prüfung, ich komme!

LERNHACKS Die mündliche Prüfung macht vielen Schülern Angst. Entweder fühlen sie sich bei mündlichen Vorträgen unsicher, haben nicht die Motivation gehabt, genug zu lernen oder die mündliche Prüfung bestimmt ihr Bestehen. Zu wissen, wie so eine Prüfung abläuft und wie man sich optimal darauf vorbereiten kann, gibt Sicherheit und Selbstvertrauen. Und das alles erfährst du hier.

Die mündliche Prüfung ist der abschließende Schritt zum Abitur und zur Freiheit (zumindest bis das Studium/FSJ usw. anfängt …). Die wirklich letzte Prüfung deines Schülerlebens wird von manchen entspannt, von anderen angespannt erwartet. Egal, ob es bei einem Fach bleibt oder ob noch mehr Prüfungsfächer hinzukommen: hier kannst du dein Wissen unter Beweis stellen und deinen Abiturschnitt hochpuschen – vorausgesetzt, du bist gut vorbereitet und trittst souverän auf.

Wie bereite ich mich vor?

Mein erster und wichtigster Tipp ist: Beginne früh genug mit dem Lernen! Auch wenn die mündliche Prüfung noch soo weit weg scheint, solltest du dir einen langfristigen Lernplan machen. Ich weiß selbst, wie schwer es ist, sich jetzt so kurz vor dem Schulende erneut zu motivieren, doch bedenke, dass sich durch deine mündliche Prüfung (oder deine mündlichen Prüfungen) dein Abiturschnitt noch einmal erheblich anheben lässt. Das Lernwissen sicher zu beherrschen, nimmt außerdem Stress und bietet ein Gefühl von Sicherheit unmittelbar vor der Prüfung.

Wie du am besten lernst, hängt ganz von deinem Lerntyp ab. Ich selbst bevorzuge es, alle alten Hefterunterlagen durchzugehen und mich mit bestimmten Themenbereichen konkret zu beschäftigen. Dazu nutze ich nicht nur die typischen Lernübersichten, sondern vor allem das Internet und weiterführende Literatur.

Auch wichtig: Nimm an allen Konsultationen teil. So bekommst du einen Eindruck, was der Lehrer von dir hören möchte, kannst dich mit den anderen Schülern austauschen und hast eine Motivation, bis zur nächsten Konsultation möglichst noch etwas zu lernen, um nicht mit leeren Händen dazustehen. Scheue dich nicht, konkrete Fragen zu stellen, denn nachdem die Prüfungsphase begonnen hat, wird dir kein Lehrer deine doch noch aufgekommenen Unsicherheiten erklären.

Je nach Fach kann es für die mündliche Prüfung extrem helfen, zu zweit oder in kleinen (!) Lerngruppen zu lernen. Führt Diskussionen über das Thema, erklärt es euch gegenseitig oder stellt euch Fragen. Mit einem Partner bietet es sich ebenfalls an, die ganze mündliche Prüfung zu simulieren. Dazu denkt sich jemand Fragen aus und spielt den Prüfer, während der andere in der originalen Prüfungszeit (40 Minuten) die Prüfung einmal durchspielt. Natürlich geht dies auch allein. In jedem Fall nimmt es die Nervosität, wenn man den allgemeinen Ablauf verinnerlicht hat.

Was muss ich am Prüfungstag beachten?

40+ kostenlose Armbanduhr & Uhr Vektorgrafiken - Pixabay
  • Sei ausgeschlafen und vermeide, jetzt noch etwas lernen zu wollen -> dies lässt dich nur noch unsicherer in deine mündliche Prüfung gehen. Lehne dich zurück und versuche, dich abzulenken.
  • Komme pünktlich und lieber 15 Minuten zu früh! Beachte dazu, ob es sich bei der angegebenen Zeit um den Prüfungsbeginn oder den Beginn der Vorbereitungszeit handelt.
  • Kleide dich bequem, aber angemessen (nicht in Anzug, aber auch nicht in Flipflops und kurzen Hosen).
  • Mein persönlicher Tipp: Bringe eine kleine Uhr mit (um etwa beim Vortrag im Blick zu haben, wie es um deine Zeit steht).

Was passiert, wenn ich die Prüfung verpasse/zu spät komme?

  • Solltest du dich nicht in der Lage fühlen, die mündliche Prüfung durchzuführen, melde dich unbedingt ab oder teile dies mit, bevor du deine Aufgaben bekommst.
  • Kommst du nach Beginn der Vorbereitungszeit, geht diese Zeit für dich verloren.
  • Kommst du unabgemeldet zu spät zur Prüfung, gilt sie als nicht bestanden.

Wie läuft die mündliche Prüfung ab?

  1. Vor der eigentlichen Prüfung wirst du zunächst in einen Vorbereitungsraum geführt. Dort hast du in aller Regel 20 Minuten Zeit, dich mit dir vorgelegten Aufgaben (welche ähnlich wie eine normale Arbeit aufgebaut sind) zu beschäftigen.
  2. Man führt dich in den Prüfungsraum, wo ein Prüfungskomitee, bestehend aus einem Prüfer (deinem Fachlehrer), einem Schriftführer und einem Prüfungsleiter auf dich wartet. Du hast nun 10 Minuten Zeit, in einem Vortrag mithilfe deiner Notizen die Aufgaben aus der Vorbereitungszeit vorzustellen
  3. Darauf folgt eine Fragerunde des Prüfers, in der du auf Fragen aus allen vier Kurshalbjahren antworten können musst.
  4. Nach einer – kurzen oder langen – Beratungszeit des Prüfungskomitees teilt man dir dein vorläufiges Prüfungsergebnis mit.

Wie wirke ich selbstsicher?

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist image-18.png
Mehr Tipps für einen ausdrucksstärkeren Vortrag gibt es hier.

Schaue vor dem Prüfungskomitee nicht auf den Boden, sondern stelle Blickkontakt her oder sieh zumindest nach vorne. Kontrolliere auch deine Haltung bzw. Mimik und Gestik. So kommt es ebenfalls nicht gut an, wenn du gelangweilt dastehst oder die ganze Zeit auf und ab läufst. Stelle dir einfach vor, du stehst vor einem guten Freund und willst ihm einen Sachverhalt erklären.

Beim Sprechen kommt es sowohl auf deine Lautstärke als auch auf dein Tempo an. Sprichst du zu schnell, kannst du dich schnell verhaspeln. Sprichst du zu langsam, wirkt deine Rede langweilig und man verliert schneller den Zusammenhang. Versuche weiterhin Füllwörter wie „Ähm…“ zu vermeiden. Im Zweifelsfall kannst du auch zugeben, dass du nervös bist oder laut denken, um längere Pausen zu vermeiden.

Wie mache ich das Beste aus …

a) meiner Vorbereitungszeit?

Lies die Aufgaben gründlich durch und mache dir Notizen zu jeder Antwort. Diese sollten nicht zu kurz sein (schließlich musst du mit ihrer Hilfe dein Ergebnis vorstellen), aber auch nicht zu lang, denn du solltest trotzdem noch relativ frei sprechen. Beachte bei der Bearbeitung der Aufgaben, dass die Aufgaben in aller Regel nach hinten im Anforderungsbereich zunehmen: I: gelerntes Wissen, II: Anwendungswissen, III: selbst nachdenken/reflektieren. Nimm dir außerdem kurz Zeit um zu überlegen, wie lange du zum Vorstellen welcher Aufgabe brauchst.

b) dem 10-minütigen Vortrag?

Jetzt beginnt die eigentliche mündliche Prüfung. Stelle zu Beginn dein Thema vor und kündige an, welche Aussagen zu welcher Aufgabe gehören. Nutze die 10 Minuten voll aus. Tust du das nicht, wird dir der Prüfer umso mehr Fragen stellen, aber redest du zu lange (bis 15 Minuten), verlängert sich auch automatisch die Zeit der Fragerunde. Du kannst auch (nachdem du es angekündigt hast) die Reihenfolge der Aufgaben vertauschen, wenn du zu bestimmten Aufgaben mehr/weniger sagen kannst oder es dir so sinnvoller erscheint. Wenn es sich anbietet, ist ebenfalls möglich, die Tafel mit einzubeziehen und eine Aussage zu veranschaulichen.

c) der Fragerunde ?

Lass den Prüfer ausreden (das nimmt schließlich auch seine Zeit ein) und frage nach, wenn du etwas nicht verstanden hast. Beantworte die Fragen so ausführlich wie möglich (bringe Fachbegriffe, Beispiele, Parallelen usw. ein und erkläre ihre Bedeutung). Du kannst die Frage auch gezielt in eine Richtung lenken. Doch Vorsicht! Weiche nicht vom eigentlichen Thema ab. Wenn du eine Frage partout nicht beantworten kannst, bringe dies zum Ausdruck. Das gibt natürlich Abzug, aber vielleicht steht dir die nächste Frage besser.

Der beste Tipp zum Schluss

Mach dich nicht verrückt! Das Prüfungskomitee weiß, wie aufregend eine mündliche Prüfung für einen Prüfling ist. Niemand will dir etwas Böses und wird dich mit den Fragen absichtlich in eine Falle locken. Wenn du gut vorbereitet ist und sicher auftrittst, kann kaum noch etwas schiefgehen. Ich glaube an dich. Es wird Zeit, dass du das auch tust.                      

Nach der mündlichen Prüfung: Freiheit …

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Blog Datenschutzbedingungen Text neben der Checkbox zur Zustimmung der Datenschutzbedingungen:

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.